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BlowerDoor Thermografie

 
BlowerDoor
Luftdichtigkeitsprüfung nach DIN EN 13829

 

Gebäudethermografie
Wärmebilduntersuchung

 

 

BlowerDoor-Luftdichtigkeitsprüfung

Untersuchung der Gebäudedichtigkeit nach DIN EN 13829

bekannt als "BlowerDoor-Test" oder "Messung nach dem Differenzdruckverfahren"
Nachweis für EnEV und Fördermittel

 

Wozu wird eine Luftdichtigkeitsprüfung durchgeführt? 

Dichtheit von Gebäuden nach EnEV2014

§ 6 Dichtheit, Mindestluftwechsel
(1) Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass die wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend den anerkannten Regeln der Technik abgedichtet ist. Wird die Dichtheit nach den Satz 1 überprüft, kann der Nachweis der Luftdichtheit bei der nach § 3 Absatz 3 und § 4 Absatz 3 erforderlichen Berechnung berücksichtigt werden, wenn die Anforderungen nach Anlage 4 eingehalten sind.
(2) Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt ist.

Anlage 4 (zu § 6 Absatz 1)
Anforderungen an die Dichtheit des gesamten Gebäudes

Wird bei Anwendung des § 6 Absatz 1 Satz 2 eine Überprüfung der Anforderungen nach § 6 Absatz 1 Satz 1 durchgeführt, darf der nach DIN EN 13829: 2001-02 mitdem dort beschriebenen Verfahren B bei einer Druckdifferenz zwischen innen und außen von 50 Pa gemessene Volumenstrom - bezogen auf das beheizte oder gekühlte Luftvolumen - folgende Werte nicht überschreiten:
- bei Gebäuden ohne raumlufttechnische Anlagen 3,0 1/h und
- bei Gebäuden mit raumlufttechnischen Anlagen 1,5 1/h.

Bei großen Gebäuden über 1.500 m³ gelten 4,5 m/h ohne und 2,5 m/h mit RLT Volumenstrom [m³/h] pro Hüllfläche [m²].

 

Wann lasse ich eine Luftdichtheitsprüfung durchführen?

Für KfW-Nachweise mit Luftdichtheitsprüfung muss eine Messung nach Fertigstellung der Baumaßnahme durchgeführt werden.

Da man nach Fertigstellung kaum mehr die Möglichkeit hat, eine Dampfsperrschicht zu korrigieren oder auch nur die Undichtigkeit genau zu lokalisieren, empfiehlt sich eine erste Untersuchung nach Fertigstellung der Luftdichtheitsebene (Anbringen der Dampfsperre). Zu diesem Zeitpunkt sind eventuelle Lecks genau zu orten und Nachkorrekturen leicht durchführbar. Zur Abnahme muss ein zweiter Test durchgeführt werden, der aber weniger aufwändig ist, da die Raumberechnungen zur Bestimmung der Luftwechselrate ja bereits vorliegen.

 

Was kostet ein BlowerDoor-Test?

Grundsätzlich gilt Abrechnung nach Aufwand. Für ein einfaches Einfamilienhaus sollte man ca. 350 € inkl. MwSt. einplanen, je nach Vorbereitung, Aufwand und Dokumentation.
Die Durchführung des Tests vor Ort dauert bei einem Einfamilienhaus erfahrungsgemäß insgesamt ca. 3 Stunden und enthält eine thermografisch unterstützte Leckageortung sowie mindestens eine Messreihe inkl. n50-Wert. Anhand der Messkurve lassen sich Undichtigkeiten als Gesamtheit klassifizieren.
Der Umfang des Berichts ist mit dem Bauherren abstimmbar, er enthält mindestens das Messprotokoll, kann aber darüber hinaus fotografisch und thermografisch dokumentiert qualifizierte Beschreibungen von gefundenen Lecks enthalten. Während der Messungen wird gleich probiert, mit welchen Maßnahmen der geforderte Wert zu erreichen wäre und wo Schwachstellen und Verbesserungspotenzial versteckt sind. So haben Sie nicht nur ein Messergebnis sondern wissen auch gleich vor Ort, mit welchen Maßnahmen das Ziel zu erreichen oder das Ergebnis zu verbessern ist.

Kosten bei größeren Gebäuden und Nichtwohngebäuden sind nicht pauschal anzugeben, weil der Aufwand von zu vielen Faktoren abhängt wie Nutzung/Aufteilung des Gebäudes, Anzahl der Räume und Parteien, Lüftungsanlage, Bau-/Sanierungszustand, Qualität der Pläne, Kooperation der Nutzer, Zugänglichkeit  der Räume, Verfügbarkeit von Ansprechpartnern etc.
Grundsätzlich wird nach Aufwand abgerechnet mit 60 € pro Stunde inkl. MwSt. Die Gerätenutzung ist in den Kosten inbegriffen. Mit Ihrer Unterstützung kann Zeit eingespart und damit die Kosten reduziert werden.

 

Was kann ich vorbereiten, um den Aufwand für einen BlowerDoor-Test gering zu halten und damit Kosten zu sparen?

Die Messung selbst braucht meist gar nicht so lange. Aufbau und Messvorbereitung und natürlich die Leckageortung haben den größten Anteil. Bei komplizierter Architektur steckt der größte, selbst beeinflussbare Aufwand in der Bestimmung des Luftvolumens aller Räume. Es genügt nicht, die Wohnflächenberechnung dazu zu verwenden, weil das echte Raumvolumen mit allen Dachschrägen etc. benötigt wird. Für rechteckige Räume kann man die Wohnflächenberechnung inkl. Nebenräumen heranziehen und einfach mit der Raumhöhe multiplizieren. Kleine Volumina von Fensteraussparungen oder Türzargen werden dabei nicht eingerechnet, wohl aber Wandversatz, Abschrägungen von Wänden, Treppenschrägen, Gaupen, Erker, Kaminschacht etc. Liegt eine vollständige Liste aller Räume und ein bemaßter Grundriss mit Schnitt vor, verkürzt das die Gebäudeerfassung sehr. Eine einfache Exceltabelle mit Rechenhilfen kann bei Beauftragung kostenlos angefordert werden.

Auch die Mithilfe bei der Leckagesuche und Dokumentation kann eine deutliche Kostenersparnis bedeuten.

 

Wie läuft eine Messung ab?

Ist das Gebäudevolumen bestimmt, werden alle Außenfenster und -türen geschlossen, auch Klappen, Luken und Innentüren zu nicht zu berücksichtigenden Gebäudeteilen. Offensichtliche Leckagen wie noch nicht bestückte Abwasserabläufe, Wanddurchbrüche etc. werden abgedichtet.
Alle Innentüren bleiben während der gesamten Messung offen.

Nun wird das Gebläse in eine Außentür (oder Fenster) eingebaut und mittels Unterdruck im Haus zunächst nach Leckagen gesucht. Diese können mit bloßer Hand oder einer Wärmebildkamera gefunden werden. Zur Dokumentation und Quantifizierung jeder Leckage macht man ein Foto mit angezeigter Luftgeschwindigkeit (ins Bild gehaltenes Anemometer-Display und Sonde). Zur Qualifizierung kann auf Wunsch ein Thermografiebild gemacht werden, womit man meist die Leckage in ihrer Ausbreitung besser darstellen kann. Thermografien sind allerdings grundsätzlich wetterabhängig, da man immer einen Temperaturunterschied von Außen- zu Innenluft benötigt.

Sind alle Leckagen gefunden und baustatusbedingte Leckagen abgedichtet, werden zwei Messreihen mit unterschiedlichen Drücken in beiden Luftstromrichtungen (Unterdruck und Überdruck) durchfahren und die Luftmenge aufgezeichnet. Sollte eine zu schwache Verklebung nicht halten oder eine Überlappung nicht sorgfältig abgeklebt sein, macht sich dies in der Messreihe bemerkbar und kann/muss ggf. nachkorrigiert werden.

Schließlich werden die Messreihen ausgewertet und die für Fördermittel vorgeschriebene bzw. gesetzlich geforderte mittlere Luftwechselrate bei 50 Pa Druckunterschied bestimmt. Zur einer durchgeführten Messreihe gibt es einen Ergebnisbericht, der auch den sogenannten n50-Wert enthält.

Bei einer Zweitmessung in einem späteren Bauabschnitt sind die Leckagen bereits bekannt und müssen ggf. nur noch nachgeprüft werden. Weicht das Gesamtergebnis nur unwesentlich von der Erstmessung ab, ist die Messung schon fertig. Ist die Dichtheit deutlich schlechter geworden, müssen allerdings neu aufgetretene Leckagen gesucht werden. Oft kann man nach Baugewerken mögliche Neuleckagen sehr schnell eingrenzen. In den meisten Fällen ist dies nicht einmal nötig.


Im Bild sieht man eine undichte Terrassentür. Deutlich zu erkennen ist die kalte Fuge mit der falsch eingestellter Angel und defekter oder nicht vorhandener Dichtung.
Wichtig bei der Untersuchung ist, dass die Oberflächentemperaturen nur abhängig von der Oberflächenbeschaffenheit abzulesen sind. Hier erscheint die Glasfläche wärmer als sie ist, weil sie lediglich die Innenraumtemperatur spiegelt!
Ebenso muss man glatte und rauhe Oberflächen jeweils anders messen. Zur genauen Bestimmung der Oberflächentemperatur ist jeweils eine Kalibrierung mit Testflächen vorzunehmen und der reflektierte Hintergrund zu berücksichtigen, also auch der Messwinkel (z.B. Fassade ebenerdig erscheint wegen eines reflektierten Nachbarhauses ggf. anders als schräg nach oben aufgenommen, wenn der Himmel reflektiert wird!).


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